Die beste Tourenplanung Software für kleine Unternehmen (2026)

Die beste Tourenplanung Software für kleine Unternehmen (2026)

Kurz zusammengefasst und nach Preis sortiert

SoftwareSpezialisierungStandortPreis ab
xRoutenKleines Team, DSGVO, Budget🇩🇪25 €/Monat Flatrate
AntsRouteWachsendes Team in Europa🇫🇷34 €/Monat und Tour
RoutificStarke Routenoptimierung, internationale Teams🇨🇦ab 0 €/Monat (bis 100 Stopps)
OptimoRouteAußendienst, mehrtägige Touren🇺🇸ca. 31 €/Monat und Tour
Track-PODLiefernachweise, Proof of Delivery🇱🇹49 €/Monat und Tour
PortatourAußendienst mit festen Kundenstämmen🇦🇹79,95 €/Monat und Mitarbeiter
Spoke DispatchKurierdienst, hohes Auftragsvolumen🇬🇧ca. 108 €/Monat für 1000 Stopps

Tools wie Flottenverwaltungssysteme oder solche, die hauptsächlich GPS-Tracking oder Zeiterfassung anbieten wurden bewusst nicht aufgenommen. Hier geht es ausschließlich um echte Tourenplanung und Routenoptimierung.


Viele kleine Unternehmen planen ihre Touren noch manuell mit Excel-Tabellen und Google Maps. Das funktioniert bis zu einem gewissen Punkt. Aber sobald mehrere Fahrer, täglich wechselnde Stopps oder Zeitfenster dazukommen, stößt die manuelle Planung schnell an Grenzen. Tourenpläne werden unübersichtlich, die Auslastung der Fahrzeuge stimmt nicht und die Effizienz sinkt.

Eine professionelle Software für Tourenplanung löst genau diese Probleme. Sie berechnet automatisch optimale Routen, verteilt Adressen intelligent auf Fahrer und Fahrzeuge und spart dabei Zeit, Kraftstoff und Kosten.

In diesem Artikel werden die wichtigsten Tourenplanung-Software-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen verglichen. Berücksichtigt wurden nur Tools mit echter Routenoptimierung, nicht nur mit einfacher Kartendarstellung. Außerdem muss eine direkte Registrierung mit kostenloser Testmöglichkeit vorhanden sein, ohne vorher den Vertrieb zu kontaktieren.


1. Die Auswahlkriterien

Es gibt viele Softwarelösungen, die „Tourenplanung" im Namen tragen. Für diesen Vergleich wurden nur Tools aufgenommen, die folgende Punkte erfüllen:

  • Echte Routenoptimierung: Nicht nur Kartendarstellung, sondern automatische Berechnung der optimalen Reihenfolge aller Stopps (VRP-Algorithmus). Die Software muss in der Lage sein, mehrere Stopps effizient auf Fahrer und Fahrzeuge zu verteilen und dabei Zeitfenster und Kapazitäten zu beachten.
  • Direkte Anmeldung möglich: Kein „Kontaktieren Sie unseren Vertrieb". Sie können sich selbst registrieren und die Software kostenlos testen.
  • Transparente Preise: Die Preise stehen öffentlich auf der Website. Kein „Preis auf Anfrage".
  • Modernes Interface: Einfaches Onboarding, Hilfeartikel, kurze Einarbeitungszeit auch ohne Schulung.
  • Schnittstellen und API: Anbindung an Shopify, WooCommerce, CRM- und ERP-Systeme oder andere Tools möglich, damit Bestellungen automatisch als Aufträge importiert und auch wieder exportiert werden können.
  • Angemessener Preis: Geeignet für kleine Teams mit überschaubarem Budget. Kosten senken ist schließlich eines der Hauptziele beim Einsatz einer Tourenplanungssoftware.

Was bewusst nicht aufgenommen wurde

Flottenverwaltungs- und GPS-Tracking-Systeme (z. B. Webfleet, Teletrac Navman), reine Fahrtenbuch-Tools (z.B. vimcar) sowie Enterprise-Lösungen ohne öffentliche Preise (z. B. PTV Group, Ortec). Diese haben entweder keinen echten Algorithmus zur Optimierung von Routen oder richten sich schlicht nicht an kleine Unternehmen. Viele davon tauchen in Vergleichsportalen und Google-Ads-Ergebnissen auf. Sie bieten Tourenplanung jedoch nur als sehr einfache Zusatzfunktion an, die meist nicht über das hinausgeht, was kostenlose Tools wie RouteXL oder Google MyMaps leisten.

2. Schnellvergleich aller Tools

ToolPreis abAbrechnungDeutschDSGVOAPI
xRouten25 €/Monat (Planung) + 10 €/Monat pro Fahrer (Mobile App)Flat + App pro Fahrer
OptimoRouteca. 38 €/MonatPro Fahrer~
AntsRoute34 €/MonatPro Fahrer
Track-POD69 €/MonatPro Fahrer~
Routific0 € bis 100 Stopps, danach ca. 130 € bis 1.000 StoppsPro Stopps~
Portatour79,95 €/MonatPro NutzerAb 2 Nutzern
Spoke Dispatchca. 108 €/MonatPro Stopps~

✔ = vorhanden · ✘ = nicht vorhanden · ~ = eingeschränkt oder unklar. US-amerikanische Anbieter (OptimoRoute, Routific, Spoke Dispatch) rechnen in Dollar ab. Euro-Angaben sind Richtwerte.

Hinweis zur Abrechnung: Bei xRouten zahlen Sie 25 € im Monat für unbegrenzte Tourenplanung, unabhängig davon, wie viele Routen oder Adressen Sie planen. Die mobile App für die Fahrer mit Navigation, Dokumentation und Live-Tracking kostet zusätzlich 10 € pro Fahrer und Monat. Für Betriebe, bei denen nicht alle Fahrer die App täglich brauchen, ist das im Vergleich zu anderen Anbietern deutlich günstiger.

Routific und Spoke Dispatch rechnen nicht pro Fahrer, sondern pro Stopp ab. Bei Routific sind die ersten 200 Stopps pro Monat kostenlos, danach steigt der Preis auf ca. 130 € für bis zu 1.000 Stopps. Spoke Dispatch startet bei ca. 108 € für bis zu 1.000 Stopps und wird mit höherem Volumen teurer. Für Betriebe mit vielen täglichen Stopps sollten Sie das Modell genau durchrechnen, bevor Sie sich entscheiden.

Bei einigen Anbietern gibt es günstigere Basis-Pakete, die in der Tabelle nicht aufgeführt sind. Diese haben aber oft keine oder nur eingeschränkte Liefernachweise wie Fotos oder Unterschriften und keinen API-Zugriff. Wer Touren dokumentieren oder die Software an andere Systeme anbinden möchte, braucht in der Regel das nächsthöhere Paket und zahlt damit einen deutlich höheren Monatspreis.

3. Die Tools im Detail

xRouten: Ab 25 €/Monat

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xRouten ist eine deutsche Software für Tourenplanung speziell für Liefer- und Servicebetriebe. Die Planung der Touren erfolgt am Computer: Aufträge werden importiert, Zeitfenster und Fahrzeugkapazitäten werden berücksichtigt und die Software berechnet automatisch optimierte Routen für alle Fahrer. Die mobile App nutzen die Fahrer anschließend für Navigation, Auftragsbestätigung und digitale Dokumentation (Unterschriften, Fotos).

Das Basispaket für unbegrenzte Tourenplanung kostet 25 € pro Monat bei jährlicher Abrechnung. Die mobile App für die Fahrer mit Live-Tracking, Liefernachweisen und Checklisten kostet zusätzlich 10 € pro Fahrer und Monat. Für Betriebe, bei denen die Planung zentral läuft und nicht alle Fahrer die App täglich brauchen, ist das deutlich günstiger als die Mitbewerber.

Vorteile:

  • Günstigster Einstiegspreis unter den verglichenen Tourenplanung Software-Lösungen
  • Unbegrenzte Routen und Adressen im Basispaket, keine Abrechnung nach Stopps oder Touren
  • Deutsches Unternehmen, deutschsprachiger Support
  • DSGVO-konform, Server in Deutschland
  • Live GPS-Tracking und digitale Dokumentation inklusive
  • API und Schnittstellen für CRM, Shopsysteme und andere Tools vorhanden

Nachteile:

  • Keine mehrtägigen Touren (Multi-Day Routing)
  • Tourenplanung nur am Computer im Desktop-Browser, nicht in der mobilen App. Die App ist zum Fahren und Dokumentieren gedacht.

AntsRoute: Ab 34 €/Monat pro Fahrer

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AntsRoute kommt aus Frankreich und hat sich als Software für Tourenplanung in Europa gut etabliert. Die Software bietet automatische Routenoptimierung, eine Fahrer-App und automatische Kundenkommunikation (z. B. SMS mit Ankunftszeit). Geplante Touren lassen sich schnell anpassen, wenn sich Aufträge kurzfristig ändern. Die deutsche Lokalisierung ist solide, der Support läuft auf Englisch und Französisch.

Vorteile:

  • Intuitive Oberfläche, schnelle Erstellung von Tourenplänen
  • Automatische Kundennachrichten verbessern die Kundenzufriedenheit
  • DSGVO-konform (EU-Server)

Nachteile:

  • Um mehrere Touren planen zu können, muss man auch mehrere Accounts buchen. Selbst wenn die mobile App nicht genutzt wird.
  • Der Startpreis (34 € pro Monat und Fahrer) bietet nicht alle Funktionen. Mit dem nächst höheren Paket (54 € pro Fahrer und Monat) gehört der Anbieter zu den teureren Einstiegslösungen im Vergleich.
  • Kein deutschsprachiger Support

Routific: Bis 100 Stopps kostenlos, ab ca. 130 € (150 $)/Monat

routific-preise

Routific ist einer der bekanntesten Tourenplaner weltweit. Die Software ist ausgereift, hat eine saubere Oberfläche und gilt als einer der schnellsten Algorithmen zur Optimierung der Tourenplanung auf dem Markt. Das Preismodell ist ungewöhnlich: Bis zu 100 Stopps pro Monat ist Routific kostenlos nutzbar. Wer mehr plant, zahlt ca. 130 € pro Monat für bis zu 1.000 Stopps. Für Betriebe mit hohem Volumen sollte man das Modell genau durchrechnen.

Vorteile:

  • Einstieg bis 100 Stopps kostenlos
  • Sehr guter Algorithmus für die automatisierte Tourenplanung
  • Starke API-Dokumentation für erweiterte Funktionen
  • Es werden keine extra Fahrer-Zugänge abgerechnet, wenn man mehrere Touren planen möchte. Nur die Anzahl der Adressen ist entscheidend.

Nachteile:

  • Ab 100 Stopps deutlicher Preissprung auf ca. 130 €/Monat
  • Keine deutsche Oberfläche
  • Support nur auf Englisch
  • Keine garantierte DSGVO-Konformität (Server in USA/Kanada)

OptimoRoute: Ab ca. 31 € (34 $)/Monat pro Fahrer

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OptimoRoute bietet einen guten Funktionsumfang zu einem der niedrigsten Preispunkte unter den US-Anbietern. Besonders beliebt bei Servicebetrieben, die neben Lieferungen auch Außendienst-Einsätze planen. Rahmentouren und mehrtägige Touren sind möglich. Das unterscheidet OptimoRoute von einigen Mitbewerbern und macht die Routenoptimierung auch für komplexere Anforderungen geeignet.

Vorteile:

  • Mehrtägige Touren und Rahmentouren möglich (im teureren Paket)
  • Breiter Funktionsumfang für verschiedene Branchen
  • Kundenfeedback kann direkt in der App eingesammelt werden

Nachteile:

  • Man muss mehrere Fahrer-Zugänge buchen, um mehrere Touren planen zu können.
  • Keine deutsche Oberfläche
  • Datenschutz unklar (US-Server)

Track-POD: Ab 49 €/Monat pro Fahrer

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Track-POD legt den Schwerpunkt auf digitale Liefernachweise (Proof of Delivery): Unterschriften, Fotos, Barcodes. Die Routenoptimierung ist vorhanden, aber weniger ausgereift als bei spezialisierten Anbietern. Für Unternehmen, bei denen die Dokumentation jeder Lieferung im Vordergrund steht, ist Track-POD einen näheren Blick wert. Mit 49 € pro Fahrer und Monat liegt der Preis allerdings im oberen Bereich des Vergleichs.

Vorteile:

  • Starke Liefernachweis-Funktionen
  • Barcode-Scanner in der App

Nachteile:

  • Man muss mehrere Fahrer-Zugänge buchen, um mehrere Touren planen zu können.
  • Vergleichsweise hoher Preis pro Fahrer
  • Keine deutsche Oberfläche
  • Kein DSGVO-Fokus erkennbar

Portatour: Ab 79,95 €/Monat pro Nutzer

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Portatour ist ein Sonderfall in diesem Vergleich. Es richtet sich ausschließlich an Außendienstmitarbeiter, die regelmäßig feste Kunden besuchen. Dazu gehören zum Beispiel Vertrieb, medizinische Vertreter und ähnliche Bereiche. Die automatische Tourenplanung basiert hier auf Besuchszyklen und Priorisierung im CRM, nicht auf variablen Aufträgen.

Wenn Sie Pakete oder Waren ausliefern oder Serviceeinsätze mit wechselnden Adressen planen, ist Portatour nicht die richtige Wahl. Es gibt keine Funktion für wechselnde Stoppreihenfolgen oder Liefernachweise, wie sie für Liefer- oder Kurierdienste wichtig sind. Die API-Zugriff ist zudem erst ab zwei Nutzern verfügbar. Mit einer einzelnen Lizenz entfällt diese Möglichkeit.

Vorteile:

  • Sehr gut für Außendienst mit festen Kundenstämmen
  • Deutsche Oberfläche und Support
  • CRM-Integration für strategische Besuchsplanung möglich
  • Kalender-Integrationen

Nachteile:

  • Nicht für Lieferungen oder variable Serviceeinsätze geeignet
  • Kein Liefernachweis
  • Teuerster Anbieter im Vergleich
  • API erst ab zwei Nutzern verfügbar

Spoke Dispatch: Ab ca. 108 € (125 $)/Monat

spoke-dispatch-preise

Spoke Dispatch ist ein leistungsstarkes Dispositionssystem mit integrierter Routenoptimierung, das vor allem bei professionellen Kurierdiensten und Same-Day-Delivery-Betrieben eingesetzt wird. Die Echtzeit-Optimierung laufender Touren und die Disponent-Oberfläche sind auf sehr hohem Niveau. Die Abrechnung erfolgt wie bei Routific volumenbasiert: Bis zu 1.000 Stopps pro Monat startet der Preis bei ca. 108 €, steigt aber mit höherem Auftragsvolumen weiter an. Dafür kann man unbegrenzt viele Fahrer anlegen, ohne für die Zugänge extra zu bezahlen.

Vorteile:

  • Echtzeit-Disposition und intelligente Routenoptimierung
  • "Auftragsportal" für Kunden, in dem Aufträge direkt übermittelt und eingeplant werden können
  • Professionelle Kurier-Features
  • Sehr gute mobile App

Nachteile:

  • Preis steigt mit dem Auftragsvolumen
  • Hoher Einstiegspreis
  • Keine deutsche Oberfläche
  • Keine DSGVO-Garantie

4. Preisvergleich mit mehreren Fahrern

Der Preis ist beim Einsatz einer Tourenoptimierung Software für kleine Unternehmen oft das ausschlaggebende Kriterium. Hier ein direkter Vergleich für Teams unterschiedlicher Größe, die sowohl die Planung als auch die mobile App und auch die Dokumentationsfunktion nutzen möchten:

Tool1 Fahrer3 Fahrer5 FahrerModell
xRouten35 €55 €75 €Flat + Fahrer-App
OptimoRouteca. 38 €ca. 114 €ca. 190 €Pro Fahrer
AntsRoute54 €162 €270 €Pro Fahrer
Track-POD69 €207 €345 €Pro Fahrer
Routific0 € (bis 100 Stopps)ca. 130 €ca. 130 €Pro Stopps
Portatour79,95 €239,85 €399,75 €Pro Nutzer
Spoke Dispatchca. 108 €ca. 108 €ca. 175 €Pro Stopps

Alle Preise exkl. MwSt. Routific und Spoke Dispatch rechnen pro Adresse ab. Der Preis ist daher unabhängig von der Fahreranzahl. Euro-Angaben für US-Anbieter sind Richtwerte.

Ab drei Fahrern wird der Preisunterschied bei Modellen mit Abrechnung pro Fahrer erheblich. Sie zahlen für jeden Fahrer in Ihrer Flotte, auch wenn dieser die App nur gelegentlich oder gar nicht nutzt. Bei xRouten ist das anders: Ob Sie einen oder zehn Fahrer planen, die Tourenplanung kostet pauschal dasselbe. Nur die mobile App wird pro Fahrer berechnet.

Routific und Spoke Dispatch rechnen nicht pro Fahrer, sondern pro Stopp ab. Das klingt zunächst attraktiv, wird aber bei höherem Auftragsvolumen schnell teuer. Ab 200 Stopps pro Monat startet Routific bei ca. 130 €, unabhängig davon, wie viele Fahrer Sie haben. Spoke Dispatch kostet ca. 108 € für bis zu 1.000 Stopps, ebenfalls unabhängig davon, ob Sie einen oder mehrere Fahrer einsetzen.

5. Was kostet schlechte Tourenplanung wirklich?

Viele Unternehmen unterschätzen, was ineffiziente Routen tatsächlich kosten kann. Ein konkretes Beispiel:

Ein Lieferbetrieb mit 3 Fahrern und 25 Stopps pro Tag fährt ohne Optimierung im Schnitt 15 bis 20 Prozent mehr Kilometer als nötig. Bei einer typischen Tagesleistung von 80 Kilometern pro Fahrer, einem Dieselpreis von 1,80 Euro pro Liter und einem Verbrauch von 8 Litern auf 100 Kilometer entstehen über 220 Arbeitstage im Jahr schnell 1.150 bis 1.550 Euro Mehrkosten – allein durch eine schlechte Reihenfolge der Stopps.

Dazu kommen:

  • Mehr Arbeitsstunden pro Tour bei der Planung und beim Fahren (also direkte Lohnkosten)
  • Höherer Fahrzeugverschleiß und Kraftstoffverbrauch
  • Unnötige Emissionen (relevant für Nachhaltigkeitsberichte und Kundenerwartungen)
  • Schlechtere Pünktlichkeit, was sich direkt auf die Kundenzufriedenheit auswirkt

Der Einsatz einer Tourenplanung Software amortisiert sich bei regelmäßiger Nutzung meist innerhalb weniger Wochen. Die Optimierung der Routen ist dabei kein Luxus, sondern ein direkter Hebel, um Kosten zu senken und die Effizienz der gesamten Logistik zu steigern.

6. Worauf Sie bei der Einführung achten sollten

Der Wechsel von Excel und Google Maps zu einer Tourenplanung Software klingt aufwendiger als er ist. Die meisten modernen Tools sind so aufgebaut, dass man innerhalb eines Tages produktiv planen kann.

  • Datenvorbereitung ist der wichtigste Schritt. Bevor Sie loslegen, sollten Ihre Kundenadressen und Auftragsdaten sauber und vollständig vorliegen. Fehlerhafte Adressen sind der häufigste Grund, warum die Erstellung der ersten optimierten Touren nicht reibungslos funktioniert.

  • Testen Sie mit echten Daten. Die meisten Anbieter bieten eine kostenlose Testphase von 7 bis 30 Tagen an. Nutzen Sie diese mit Ihren tatsächlich geplanten Touren, nicht mit Beispieldaten. Nur so sehen Sie, ob die Routenoptimierung in Ihrem konkreten Einsatzgebiet und für Ihre Branche gut funktioniert.

  • Testen Sie wie flexibel das Programm ist. Sie können sich nicht immer nur auf die Algorithmen zur Optimierung Ihrer Touren verlassen. Sie und Ihre Kollegen haben Ortskenntnisse, die Computer nicht übertreffen können. Sie sollten deswegen testen, wie schnell Sie Touren mit und ohne Optimierung auf der Karte ändern, verschieben und nachjustieren können, um das perfekte Ergebnis zu bekommen.

  • Binden Sie Ihre Fahrer früh ein. Die mobile App ist oft der kritische Punkt bei der Einführung einer Tourenplanung Software. Wenn Fahrer verstehen, warum die Reihenfolge der Stopps so berechnet wurde, wie sie dargestellt wird und die App einfach bedienen können, läuft die Einführung deutlich reibungsloser.

  • Schnittstellen klären. Falls Sie ein Warenwirtschaftssystem, einen Online-Shop oder ein CRM nutzen: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob eine direkte Integration verfügbar ist oder ob Sie Daten manuell importieren müssen. Viele Anbieter haben fertige Konnektoren für gängige Systeme. Bei kleineren Anbietern läuft die Anbindung oft über Excel-Import oder API. Wer Bestellungen automatisch als Aufträge in die Tourenplanung übertragen kann, spart täglich wertvolle Zeit.

7. Tourenplanung Software vs. Excel und Google Maps

Excel und Google Maps funktionieren nur bis zu einem gewissen Punkt. Hier ist der Unterschied zu einer echten Tourenplanung Software:

Tourenplanung Software vs Excel und Google Maps

Der offensichtlichste Unterschied ist der Zeitaufwand. Wer Touren manuell plant, sitzt dafür täglich 30 bis 90 Minuten am Rechner. Eine Tourenplanung Software erledigt dieselbe Aufgabe in 2 bis 10 Minuten, automatisch und mit besserem Ergebnis.

Dazu kommen Funktionen, die mit Excel und Google Maps schlicht nicht möglich sind. Zeitfenster lassen sich kaum berücksichtigen, mehrere Fahrer manuell zu koordinieren ist sehr aufwendig und eine mobile App für die Fahrer gibt es nicht. Wer Liefernachweise braucht, also Fotos oder Unterschriften als Beweis der Zustellung, kommt mit manuellen Tools schnell an Grenzen.

Der einzige echte Vorteil von Excel und Google Maps ist der Preis: Sie sind kostenlos. Eine Tourenplanungssoftware kostet dagegen etwa 25 bis 150 € pro Monat. Dieser Betrag amortisiert sich jedoch schnell, wenn man bedenkt, wie viel Arbeitszeit die manuelle Planung täglich kostet. Hinzu kommen Mehrkilometer durch nicht optimierte Routen.

Wer Echtzeit-Tracking, Schnittstellen zu Shopsystemen oder eine CRM-Anbindung braucht, hat mit Excel und Google Maps ohnehin keine passende Lösung. Das sind Funktionen, die nur eine spezialisierte Software, wie die aus unserem Vergleich, bieten kann.

8. Welche Branchen nutzen Tourenplanung Software?

tourenplaner-software-branchen

Effiziente Tourenplanung ist kein Thema nur für große Logistikkonzerne. Die Software wird täglich von sehr unterschiedlichen Betrieben und Branchen genutzt:

  • Lieferdienste und Kuriere: Pakete, Lebensmittel, Getränke, Blumen, Apothekenwaren. Hier sind Zeitfenster, optimale Auslastung der Fahrzeuge und schnelle automatische Tourenplanung besonders wichtig. Auch LKW-Touren mit Kapazitätsgrenzen lassen sich optimal planen.

  • Pflegedienste und soziale Dienste: Ambulante Pflege, Essen auf Rädern, Fahrdienste. Oft mit festen Zeitfenstern und täglich wechselnden Tourenplänen. Eine Tourenplanungssoftware hilft, die Auslastung der Pflegekräfte optimal zu berechnen und dabei die Kundenzufriedenheit hochzuhalten.

  • Handwerk und technischer Außendienst: Heizungsinstallateure, Elektriker, Wartungsdienste. Hier kommt es auf Servicezeitfenster und die intelligente Zuweisung von Aufträgen an den richtigen Mitarbeiter an. Die Disposition wird erheblich vereinfacht.

  • Kommunale Dienste: Müllabfuhr, Winterdienst, Straßenreinigung, Baumbewässerung. Oft mit sehr vielen Stopps, festen geografischen Gebieten und Rahmentouren, die sich regelmäßig wiederholen.

  • Getränke- und Lebensmittelgroßhandel: Regelmäßige Belieferung von Gastronomie und Einzelhandel, oft mit Kapazitätsbeschränkungen je Fahrzeug und festen Lieferzeitfenstern bei den Kunden.

Diese Branchen haben gemeinsam, dass es viele Adressen zu planen gibt, mehrere Fahrer und Fahrzeuge im Einsatz sind und die manuelle Planung schlicht zu viel Zeit kostet. Eine Software, die Routen automatisch optimiert und Tourenpläne in Minuten erstellt, ist für all diese Betriebe ein direkter Effizienzgewinn.

9. Fazit und Empfehlung

Die beste Software für Tourenplanung gibt es nicht pauschal. Es kommt auf den jeweiligen Anwendungsfall an.

AnwendungsfallEmpfehlungGrund
Kleines Team, DSGVO wichtig, viele Adressen und TourenxRoutenGünstigster Gesamtpreis, deutsches Unternehmen, Flatrate
Terminbuchungsseite gewünscht, kein Deutsch nötigAntsRouteSolides EU-Produkt, gute Bewertungen
Starke Routenoptimierung, internationale TeamsRoutificAusgereifter Algorithmus, breite Erfahrungsberichte
Kundenfeedback direkt in der App, mehrtägige TourenOptimoRouteBreiter Funktionsumfang, günstigster US-Anbieter
Fokus auf Liefernachweise und DokumentationTrack-PODStarke Proof-of-Delivery-Funktionen, Barcode-Scanner
Außendienst (kein Lieferdienst)PortatourEinziges Tool speziell für Außendienst
KurierdienstSpoke DispatchProfessionelle Dispatch-Funktionen

Fast alle hier genannten Tourenplanung Software-Lösungen bieten eine kostenlose Testphase an. Testen Sie zwei bis drei Tools mit Ihren eigenen Daten und geplanten Touren, bevor Sie sich entscheiden. Oft zeigt sich erst im echten Betrieb, welches Tool am besten zu Ihrer Branche und Ihren Abläufen passt. Das Ziel ist immer dasselbe: Routen sollen optimal berechnet, Kosten gesenkt und die Tourenplanung so weit wie möglich automatisiert werden.

10. Häufig gestellte Fragen zur Tourenplanung Software

Für wen lohnt sich der Einsatz einer Tourenplaner Software?

Wenn Sie täglich 10 bis 15 Stopps oder mehr fahren, lohnt sich der Umstieg fast immer. Lieferdienste, Kuriere, Handwerksbetriebe, Getränkelieferanten und kommunale Dienste haben alle dasselbe Problem: Zu viele Adressen, zu wenig Zeit, und die manuelle Planung kostet jeden Morgen wertvolle Minuten. Sobald ein zweiter Fahrer dazukommt, wird es mit Excel und Google Maps schnell unübersichtlich. Genau da hilft eine Software.

Was kostet eine Tourenplanung Software?

Der Preis hängt stark vom Modell ab. Viele Tourenplanungssoftware-Lösungen rechnen pro Fahrer ab. Üblich sind etwa 30 bis 50 € pro Fahrer und Monat. Bei drei Fahrern sind das schnell 100 bis 150 € monatlich. xRouten startet dagegen bei 25 € pro Monat für die Software und rechnet bei der Tourenplanung pauschal ab. Die Fahrer-App kostet zusätzlich 10 € pro Fahrer und Monat.

Gibt es eine kostenlose Tourenplanungssoftware?

Kostenlose Tools wie RouteXL (bis 20 Stopps) oder Google Maps (bis 10 Stopps) eignen sich für sehr kleine Volumina. Sobald Sie täglich viele Stopps planen, mehrere Fahrer koordinieren oder Zeitfenster und Kapazitäten berücksichtigen müssen, reichen kostenlose Tools nicht mehr aus. Die meisten professionellen Anbieter bieten auch eine kostenlose Testphase an. Lesen Sie diesen Beitrag, in dem wir 9 kostenlose Tourenplaner mit Optimierungsfunktion verglichen haben.

Was ist eine gute OptimoRoute Alternative für Deutschland?

Wer eine deutsche Alternative zu OptimoRoute sucht, sollte sich xRouten ansehen. Der wesentliche Unterschied: xRouten hat deutsche Oberfläche, deutschen Support, ist DSGVO-konform und rechnet pauschal statt pro Fahrer ab. AntsRoute ist eine weitere europäische Alternative mit EU-Servern. Eine ausführliche Übersicht finden Sie in unserem Artikel [Link: OptimoRoute Alternative: Die besten Optionen für Deutschland].

Ist jede Tourenplanung Software DSGVO-konform?

Das hängt vom Anbieter ab. US-amerikanische Anbieter wie Routific oder OptimoRoute speichern Daten auf Servern in den USA oder Kanada. Das kann bei personenbezogenen Daten problematisch sein, etwa bei Kundenadressen oder GPS-Daten der Fahrer. Europäische Anbieter wie xRouten oder AntsRoute betreiben ihre Server in der EU und sind entsprechend DSGVO-konform.

Kann eine Tourenplanung Software mit einem Shopsystem oder ERP verbunden werden?

Die meisten modernen Tourenplanungssysteme bieten eine API oder fertige Integrationen für Shopify, WooCommerce und andere Systeme. Damit können Bestellungen automatisch als Aufträge importiert werden, ohne sie manuell einzutragen.

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