Kurzantwort: Branchensoftware und ERP verwalten Aufträge, Kunden und Rechnungen. Tourenplanung entscheidet, welcher Fahrer welche Adresse in welcher Reihenfolge anfährt. Sie dokumentiert auch, was vor Ort passiert ist. Faustregel: Sobald mehrere Fahrzeuge täglich wechselnde Touren fahren oder Sie Fotos und Unterschriften von der Straße brauchen, lohnt sich eine eigene Tourenplanung, die an Ihre Branchensoftware angebunden ist.
Viele Betriebe, die bei uns anfragen, haben schon eine Software für alles. Aufträge stehen im ERP, Rechnungen gehen aus der Warenwirtschaft raus, Kunden pflegt das Büro im CRM. Trotzdem sitzt morgens jemand mit einer ausgedruckten Auftragsliste vor Google Maps und sortiert Adressen von Hand. Fotos von der Baustelle oder vom Abstellort kommen per WhatsApp und werden abends in den Auftrag kopiert.
Das ist kein Versagen der Branchensoftware. Sie ist für etwas anderes gebaut. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Grenze zwischen Auftragsverwaltung und Tourenplanung verläuft. Sie lesen, woran Sie erkennen, dass das eingebaute Tourenmodul nicht mehr reicht. Außerdem erfahren Sie, wie beide Systeme per Excel-Import, Integration oder API zusammenarbeiten. Ihre Branchensoftware bleibt dabei, wo sie ist.

Kurz zusammengefasst: Reicht das Tourenmodul Ihrer Branchensoftware?
| Ihre Situation | Tourenmodul oder Plantafel der Branchensoftware reicht meist | Eigene Tourenplanung mit Anbindung lohnt sich |
|---|---|---|
| Fahrzeuge und Touren | Ein Fahrzeug oder feste Touren, die sich selten ändern | Mehrere Fahrzeuge, die täglich wechselnde Adressen anfahren |
| Was geplant wird | Vor allem wer wann zu welchem Termin fährt | Zusätzlich die Reihenfolge vieler Stopps über mehrere Fahrzeuge |
| Rahmenbedingungen | Wenige Zeitfenster, keine Mengen oder Kapazitäten | Zeitfenster, Mengen, Start- und Endadressen pro Fahrzeug |
| Fahrer unterwegs | Fahrer kennen ihre Tour, Navigation per Google Maps genügt | Fahrer brauchen Tour, Navigation und Objektinfos in einer App |
| Nachweise | Ein Lieferschein auf Papier reicht | Fotos, Unterschriften, Zeitstempel und Standort pro Stopp |
| Kundeninfo | Kunden rufen selten nach der Ankunftszeit an | Kunden sollen einen Tracking-Link mit Ankunftszeit bekommen |
| Branche | Zeitbasierte Planung, etwa Pflegedienste mit Dienstplan und Leistungsabrechnung | Ortsbasierte Planung, etwa Lieferdienste, Entsorgung, Winterdienst, Service vor Ort |
Erkennen Sie in der rechten Spalte drei oder mehr Zeilen wieder, ist Tourenplanung bei Ihnen eine eigene Baustelle. Die Branchensoftware müssen Sie deshalb nicht wechseln. Eine zweite Software übernimmt die Straße und tauscht mit der ersten Daten aus.
Stand der Angaben: Oktober 2026, geprüft auf xrouten.de, gabler.de, medifoxdan.de und hero-software.de.
1. Was ist Branchensoftware, was ist ein ERP-System und was ist ERP-Tourenplanung?
Branchensoftware ist Software, die auf die Abläufe einer bestimmten Branche zugeschnitten ist, etwa für Handwerk, Pflege, Entsorgung oder Großhandel. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt sie als Softwareprodukte für die betriebliche Datenverarbeitung, „die auf den Einsatz in speziellen Branchen ausgerichtet sind“ (Gabler).
Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) verbindet die Geschäftsprozesse eines Unternehmens über eine gemeinsame Datenbasis. Laut Gabler enthält es Module für Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Anlagenwirtschaft, Personalwesen sowie Finanz- und Rechnungswesen (Gabler).
Was ist der Unterschied zwischen Branchensoftware und ERP?
Die Begriffe schließen sich nicht aus. Ein ERP ist zunächst branchenübergreifend gedacht. Eine Branchensoftware kann ein ERP für eine Branche sein oder nur einen Teil davon abdecken, etwa Angebote und Rechnungen im Handwerk. Im Alltag meinen beide dasselbe: das System, in dem Aufträge entstehen und abgerechnet werden.
Was bedeutet ERP-Tourenplanung?
Mit ERP-Tourenplanung ist meist eines von zwei Dingen gemeint:
-
Ein Tourenmodul im ERP oder in der Branchensoftware, das Aufträge Fahrzeugen oder Mitarbeitern zuordnet und manchmal auch eine Reihenfolge vorschlägt.
-
Eine eigenständige Tourenplanung mit Anbindung an das ERP, die Aufträge aus dem ERP übernimmt, Touren berechnet, sie aufs Handy der Fahrer bringt und Status und Nachweise zurückmeldet.
Beide Wege sind legitim. Welcher passt, hängt davon ab, was auf Ihrer Straße passiert.
2. Was kann Branchensoftware gut und wofür ist sie gebaut?
Branchensoftware ist dort stark, wo es um Belege, Stammdaten und Geld geht. Diese Arbeit gehört nicht in eine Tourenplanung.
ERP und Warenwirtschaft im Großhandel und in der Lieferung
Ein ERP oder eine Warenwirtschaft kennt Artikel, Bestände, Preise und offene Posten. Aus einer Bestellung wird ein Lieferschein und daraus eine Rechnung. Das System weiß, was an wen geliefert wird. Es weiß meist nicht, in welcher Reihenfolge ein Fahrer 35 Kunden am besten anfährt, wenn drei davon nur vormittags annehmen.
Handwerkersoftware
Handwerkersoftware verwaltet Angebote, Aufmaße, Projekte, Zeiterfassung und Rechnungen. Viele Programme bringen eine digitale Plantafel mit, auf der Sie Mitarbeiter, Fahrzeuge und Werkzeuge Aufträgen zuordnen, etwa die Plantafel in HERO mit Tages-, Wochen- und Monatsansicht. Eine Plantafel beantwortet die Frage, wer an welchem Tag auf welcher Baustelle ist. Für einen Elektriker mit zwei Baustellen am Tag ist das genau die richtige Frage.
Pflegesoftware
Pflegesoftware für ambulante Dienste verbindet Pflegedokumentation, Leistungsabrechnung und Dienstplanung. Hier gehört die Tourenplanung aus gutem Grund in die Branchensoftware. MEDIFOX DAN zum Beispiel berücksichtigt in der KI-gestützten Tourenplanung von MD Ambulant Qualifikationen, Fest- und Wunschzeiten, gemeinsame Haushalte und Besuchshäufigkeiten und ist direkt an die Dienstplanung angebunden (medifoxdan.de). Diese Kriterien kennt nur die Pflegesoftware. Für Pflegedienste ist das eingebaute Modul deshalb in aller Regel die bessere Wahl.
Entsorgungs- und Containerdienstsoftware
Software für Entsorger und Containerdienste verwaltet Behälter, Standorte, Verträge, Wiegescheine und Abrechnung. Wie sich Touren für Entsorger berechnen lassen, lesen Sie im Ratgeber Routenoptimierung in der Entsorgung.
Allen vier Beispielen ist gemeinsam: Sie bilden ab, was zu tun ist und was es kostet. Wie der Tag auf der Straße abläuft, ist eine zweite Frage.
3. Was passiert auf der Straße und warum ist das eine eigene Baustelle?
Sobald ein Auftrag das Büro verlässt, kommen Fragen dazu, die mit Belegen nichts zu tun haben. Wer fährt welche Adresse in welcher Reihenfolge an? Was passiert mit dem Eilauftrag um 9:40 Uhr? Und wie kommt der Beweis zurück, dass die Palette vor der Rampe stand?
Wie funktioniert Routenoptimierung über mehrere Fahrzeuge?
Eine Routenoptimierung berechnet aus allen Adressen eines Tages die Reihenfolge mit der kürzesten Gesamtzeit. Bei mehreren Fahrzeugen kommt eine zweite Entscheidung dazu: welche Adresse auf welche Tour gehört. Beides hängt voneinander ab. Eine Adresse, die auf Tour A ein Umweg ist, liegt auf Tour B vielleicht direkt am Weg.
Dazu kommen Rahmenbedingungen:
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Zeitfenster: Der Kunde nimmt nur zwischen 7 und 10 Uhr an.
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Mengen und Kapazitäten: Das Fahrzeug fasst nur eine bestimmte Zahl Paletten, Kisten oder Behälter.
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Start- und Endadressen: Ein Fahrer startet von zu Hause, ein anderer vom Lager.
-
Aufenthaltsdauer: Ein Kundendienst dauert eine Stunde, eine Paketabgabe zwei Minuten.
Schon bei 10 Stopps gibt es über 3,6 Millionen mögliche Reihenfolgen (10 Fakultät). Deshalb rechnen Tourenplaner mit spezialisierten Algorithmen und echten Straßendaten. Ein Modul, das Aufträge nach Postleitzahl sortiert, löst eine einfachere Aufgabe.
Warum brauchen Fahrer eine eigene App?
Der Fahrer braucht keine Rechnungsmaske. Er braucht seine Tour in der richtigen Reihenfolge, Navigation, Hinweise wie „Hintereingang, Code 4711“ und einen Knopf für den Nachweis. Änderungen des Disponenten müssen sofort auf dem Handy ankommen. Wie das in xRouten aussieht, zeigt die Seite Routen fahren.
Warum gehört Live-Status zur Tourenplanung?
Ein Kunde fragt, wann die Lieferung kommt. Ohne Live-Status ruft das Büro erst den Fahrer an und dann den Kunden zurück. Mit Live-Status sieht der Disponent, welche Stopps erledigt sind. Mit einem Tracking-Link sieht der Kunde die geschätzte Ankunftszeit selbst.
Warum sind Nachweise die eigentliche Brücke?
Fotos, Unterschriften, Zeitstempel und Standort entstehen an der Haustür, nicht im Büro. Sie gehören aber später zum Auftrag in der Branchensoftware, etwa als Anhang zur Rechnung oder als Beleg bei einer Reklamation. An dieser Stelle müssen die beiden Systeme miteinander reden. Mehr zur Dokumentation unterwegs finden Sie auf Routen dokumentieren.

4. Branchensoftware oder Tourenplanung: Wer übernimmt welche Aufgabe?
Die Tabelle zeigt eine typische Aufgabenteilung. Manche Branchensoftware deckt einzelne Zeilen der rechten Spalte ab und das ist gut so.
| Aufgabe | Branchensoftware oder ERP | Tourenplanung |
|---|---|---|
| Kunden, Verträge, Preise | Führend, hier liegen die Stammdaten | Übernimmt nur Adresse, Kontakt und Hinweise |
| Auftrag anlegen | Führend | Bekommt den Auftrag per Import, Integration oder API |
| Mitarbeiter und Fahrzeuge einem Tag zuordnen | Plantafel oder Dienstplan | Ordnet Stopps Fahrzeugen zu und teilt große Listen auf |
| Reihenfolge der Stopps berechnen | Selten oder vereinfacht | Kernaufgabe, mit Zeitfenstern und Mengen |
| Tour aufs Handy bringen und navigieren | Teilweise über eine Mitarbeiter-App | Kernaufgabe, mit Änderungen in Echtzeit |
| Live-Status und Tracking-Link | Selten | Kernaufgabe |
| Nachweise am Stopp (Foto, Unterschrift, Zeitstempel) | Teilweise, je nach Branche | Kernaufgabe, pro Stopp konfigurierbar |
| Rechnung, Mahnwesen, Buchhaltung | Führend | Nicht vorgesehen |
Die Faustregel daraus: Wo Geld und Stammdaten im Spiel sind, führt die Branchensoftware. Wo Adressen, Reihenfolgen und Belege von der Straße im Spiel sind, führt die Tourenplanung. Doppelt pflegen sollte man keine der beiden Seiten.
5. Woran erkennen Sie, dass das eingebaute Tourenmodul nicht mehr reicht?
Gehen Sie die sieben Punkte mit Ihrem Disponenten durch und antworten Sie so, wie der Alltag aussieht, nicht so, wie es im Handbuch steht.
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Die Reihenfolge entsteht im Kopf. Das Modul sagt, welche Aufträge heute dran sind. Die Reihenfolge legt der Disponent oder der Fahrer selbst fest, oft mit Google Maps daneben. Google Maps hört bei zehn Zielen auf, die Tour nicht.
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Mehrere Fahrzeuge werden nacheinander geplant statt gemeinsam. Erst wird Tour 1 gefüllt, dann Tour 2. Ob ein Auftrag auf Tour 2 besser liegen würde, prüft niemand, weil es zu lange dauert.
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Zeitfenster stehen nur als Notiz im Auftrag. „Nur vormittags“ steht im Freitext. Die Planung rechnet nicht damit und der Fahrer merkt es erst unterwegs.
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Änderungen gehen per Telefon raus. Ein Eilauftrag oder eine Absage wird telefonisch an den Fahrer weitergegeben. Die Software weiß davon nichts.
-
Fotos und Unterschriften kommen per Messenger. Fahrer schicken Bilder per WhatsApp oder E-Mail. Jemand im Büro ordnet sie abends den Aufträgen zu.
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Kunden fragen ständig, wann der Fahrer kommt. Das Büro kann die Frage nur beantworten, indem es den Fahrer anruft.
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Neue Fahrer brauchen Wochen, bis sie eine Tour allein fahren. Das Wissen über Zufahrten, Codes und Abstellorte steckt in den Köpfen der erfahrenen Kollegen und nicht im System.
Treffen drei oder mehr Punkte zu, verlieren Sie täglich Zeit, die keine Branchensoftware sichtbar macht. Mit dem Einsparungsrechner rechnen Sie das für Ihre Werte durch.
Wann reicht das eingebaute Modul trotzdem?
Wenn keiner der Punkte zutrifft, behalten Sie Ihr Modul. Typische Fälle:
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Sie fahren ein Fahrzeug oder feste Touren, die sich über Monate kaum ändern.
-
Ihr Tag besteht aus zwei oder drei langen Einsätzen, nicht aus 30 kurzen Stopps.
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Ihre Planung ist vor allem zeitbasiert, wie in der ambulanten Pflege. Hier hängen Touren an Qualifikationen, Dienstplan und Leistungsabrechnung. Das kann die Pflegesoftware besser als jede externe Tourenplanung. Auch xRouten ist nach eigener Aussage für reine zeitbasierte Disposition wie Pflegedienste nicht gedacht (Dispositionssoftware für kleine Unternehmen).

6. Wie kommen Aufträge aus der Branchensoftware in die Tourenplanung?
Es gibt drei Wege. Sie unterscheiden sich im Aufwand, nicht im Ergebnis auf der Straße.
Weg 1: Excel- oder CSV-Import
Fast jede Branchensoftware kann eine Auftragsliste als Excel- oder CSV-Datei exportieren. Diese Datei ziehen Sie in die Tourenplanung und lassen optimieren. Es braucht weder IT noch einen Termin beim Hersteller Ihrer Branchensoftware.
In xRouten funktioniert der Import per Drag and Drop, über „Dateien durchsuchen“ oder per Kopieren und Einfügen aus Excel. Die Spalten werden automatisch erkannt. Mindestens Straße und Postleitzahl oder Stadt müssen vorhanden sein. Abweichende Spaltennamen aus Ihrem ERP hinterlegen Sie einmal in den Einstellungen, danach erkennt xRouten sie bei jedem Import. Für Felder wie Auftragsnummer oder Kundennummer legen Sie eigene Spalten an. Alle Schritte stehen in der Anleitung Ziele importieren.
Praxisbeispiel MeinFrühstück24: Das Franchise liefert Frühstück in einem engen Zeitfenster aus. Die Bestellungen kommen über das eigene Web-Portal. Heute wird laut Referenzbericht eine CSV-Datei mit den Bestellungen für den nächsten Tag in xRouten gezogen und auf „Optimieren“ geklickt. Abstellorte, Kundennamen und Produkte werden übernommen. Was früher täglich eine Stunde gedauert hat, ist in 5 Minuten erledigt.
Wann der Import reicht: Wenn Sie einmal am Tag planen und selten Aufträge nachkommen. Ein Eilauftrag um 11 Uhr wird von Hand nachgetragen.
Weg 2: Fertige Integration oder Automatisierung
Wenn Ihre Branchensoftware zu den Systemen gehört, für die es eine fertige Anbindung gibt, laufen Aufträge automatisch rüber. Auf xrouten.de sind Anbindungen an Odoo und WooCommerce sowie Automatisierungen über Zapier beschrieben. Zapier verbindet Anwendungen nach dem Prinzip „Wenn in System A etwas passiert, tue etwas in System B“.
Beispiel (konstruiert, kein Kundenfall): Ein Getränkehändler mit WooCommerce-Shop und drei Fahrzeugen. Bestellungen landen automatisch als Ziele in xRouten, der Disponent plant statt abzutippen. Rechnungen und Bestände bleiben im Shop.
Weg 3: API und individuelle Schnittstelle
Eine API ist eine Programmierschnittstelle, über die zwei Systeme direkt Daten austauschen. Damit lässt sich praktisch jedes System anbinden, auch selbst entwickelte. Die API-Dokumentation von xRouten ist öffentlich und beschreibt unter anderem Ziele, Routen, Importe und Nachweise. Auch PDFs wie Lieferscheine lassen sich programmatisch hochladen und Zielen zuweisen (Anleitung PDFs unterschreiben).
Praxisbeispiel KANOLD: Der Winterdienst- und Grünpflegebetrieb arbeitet seit 2015 mit einem eigenen ERP inklusive Kundenportal und plant vor jeder Wintersaison über 10.000 Einsatzorte. Laut Referenzbericht setzt xRouten per Schnittstelle am ERP an und übernimmt Visualisierung, Planung und vor allem das Fahren der Touren. Über die Schnittstelle kommen auch zehntausende Objektskizzen als PDF automatisch ins System. Das ERP bleibt das Herzstück. Geschäftsführer René Rehag sagt: „xRouten hat sich inzwischen reibungslos in unsere Systemlandschaft integriert und ergänzt sie genau an den richtigen Stellen.“
Für eine API-Anbindung brauchen Sie jemanden, der sie umsetzt, etwa Ihren Softwarehersteller oder einen IT-Dienstleister. Auf Routen planen und optimieren heißt es dazu: „Wir helfen Ihnen dabei.“

7. Wie fließen Status und Nachweise zurück in die Branchensoftware?
Der Rückweg entscheidet, ob das Büro abends noch Fotos zuordnet.
Was entsteht am Stopp?
In der mobilen App von xRouten erstellt der Fahrer am Stopp einen Nachweis mit Fotos, Unterschrift, Checklisten und eigenen Feldern. Jeder Nachweis bekommt einen Zeitstempel. Welche Felder an welcher Adresse erscheinen, legen Sie pro Ziel oder für eine ganze Route fest (Anleitung Nachweisfelder).
Wie kommen die Daten zurück?
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Excel-Export: In „Nachweise“ filtern Sie nach Route, Kategorie oder Zeitraum und exportieren als Excel. Welche Spalten in der Datei stehen, wählen Sie selbst. xRouten speichert die Auswahl für den nächsten Export (Anleitung Nachweise exportieren). Nehmen Sie die Auftragsnummer aus dem Import als Spalte mit, dann ordnet Ihre Branchensoftware jede Zeile dem richtigen Auftrag zu.
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PDF-Export: Einzelne oder mehrere Nachweise gehen als PDF raus, etwa als Anhang zur Rechnung. Der Export ist laut xrouten.de unbegrenzt und in jedem Tarif enthalten.
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Per API: Nachweise lassen sich über die API abrufen und direkt im ERP am Auftrag ablegen. Auf der Seite Routen dokumentieren steht: „Über Integrationen und API-Zugriff fließt die Dokumentation direkt in Ihre bestehenden Systeme.“
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Direkt an den Kunden: Optional bekommt Ihr Kunde nach dem Stopp eine E-Mail mit Nachweis. Der Tracking-Link mit Ankunftszeit kann beim Losfahren, drei Stopps vorher oder mit dem Nachweis verschickt werden (Anleitung Tracking-Link).
MeinFrühstück24 berichtet, dass die automatischen E-Mails mit Fotos einen sehr guten Eindruck bei den Kunden machen und es seitdem viel weniger Reklamationen gibt (Referenzbericht).
Wem gehören die Nachweise?
Ihnen. Bei xRouten exportieren und löschen Sie Ihre Dokumentation jederzeit selbst. xRouten greift nicht auf die Dokumentation zu und wertet sie nicht aus. Daten werden nicht hinter einem Tarif eingesperrt, auch nicht beim Anbieterwechsel (Routen dokumentieren).

8. Welcher Weg passt zu Ihrem Betrieb: Import, Integration oder API?
| Kriterium | Excel- oder CSV-Import | Fertige Integration (Odoo, WooCommerce, Zapier) | API oder individuelle Schnittstelle |
|---|---|---|---|
| Voraussetzung | Ihre Branchensoftware kann Listen exportieren | Ihr System gehört zu den angebundenen Systemen | Jemand setzt die Anbindung technisch um |
| Aufwand zum Start | Gering, am ersten Tag nutzbar | Einrichtung der Verbindung | Projekt mit Ihrem Softwarehersteller oder IT-Dienstleister |
| Aufträge im Tagesverlauf | Von Hand nachtragen oder neu importieren | Laufen automatisch rüber | Laufen automatisch rüber |
| Rückweg der Nachweise | Excel- oder PDF-Export | Je nach Integration, sonst Export | Direkt per API in den Auftrag |
| Passt zu | Einstieg, Test, Betriebe mit einer Planung pro Tag | Onlinehandel und Betriebe mit Odoo | Eigenes ERP, große Auftragsmengen, viele Anhänge |
Unsere Empfehlung: Starten Sie mit dem Import, auch wenn Sie später eine API wollen. In der Testphase merken Sie, welche Felder Sie wirklich brauchen. Diese Liste ist dann die Vorlage für die Schnittstelle.
9. Worauf sollten Sie bei der Auswahl einer Tourenplanung neben der Branchensoftware achten?
Wenn Sie eine Tourenplanung an Ihre Branchensoftware anbinden, prüfen Sie diese fünf Punkte. Einen Vergleich konkreter Anbieter mit Preisen finden Sie im Ratgeber Tourenplanung Software im Vergleich.
Schnittstellen in beide Richtungen
Fragen Sie nicht nur, wie Aufträge reinkommen, sondern auch, wie Nachweise rausgehen. Sonst verlagert sich die Doppelpflege nur ans Tagesende. Prüfen Sie, ob es einen Excel-Export mit frei wählbaren Spalten gibt und ob die API öffentlich dokumentiert ist.
Datenschutz und Serverstandort
Adressen, Fotos von Grundstücken und Unterschriften sind personenbezogene Daten. Klären Sie, wo die Server stehen und ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO angeboten wird. Bei xRouten liegen die Daten auf Servern in Deutschland und ein AVV steht zur Verfügung (Preise).
Ortung ohne Überwachung
Fahrer reagieren auf das Wort „GPS“ oft empfindlich. Fragen Sie, ob der Standort dauerhaft im Hintergrund erfasst wird oder nur bei Bedarf. xRouten erfasst den Standort nur, wenn der Mitarbeiter den GPS-Schalter in der App selbst einschaltet. Hardware im Fahrzeug braucht es dafür nicht (Routen fahren).
Bedienung für Fahrer
Lassen Sie im Test einen neuen und einen erfahrenen Fahrer je eine Tour fahren. Bei KANOLD lautet das Urteil laut Referenzbericht: „Neue Kollegen können nach einer kurzen Einweisung sofort loslegen.“
Preismodell
Branchensoftware wird oft pro Nutzer oder als Paket lizenziert, Tourenplanung meist pro Fahrzeug oder Zugang. Rechnen Sie mit der Zahl der Fahrzeuge, die gleichzeitig unterwegs sind, nicht mit der Zahl der Mitarbeiter. Bei xRouten startet der Routenplaner bei 25 € pro Monat und die mobile App bei 10 € pro Monat, jeweils zzgl. MwSt. Teilen sich 10 Mitarbeiter 5 Fahrzeuge, reichen laut Preisseite 5 Zugänge. Eine Mindestlaufzeit gibt es bei monatlicher Zahlweise nicht.
10. Wo sind die Grenzen von xRouten als Ergänzung zur Branchensoftware?
Damit Sie nicht mit falschen Erwartungen testen: Das ist xRouten nicht. Die Punkte stehen so auch auf Routen planen und optimieren.
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Kein ERP- oder CRM-Ersatz: xRouten schreibt keine Rechnungen, verwaltet kein Lager und keine Verträge. Es plant, führt und dokumentiert Touren.
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Gebaut für 2 bis 30 Fahrzeuge: Für Konzernlogistik mit hunderten Fahrzeugen und eigener Transportabteilung gibt es spezialisierte Systeme.
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Nicht für zeitbasierte Planung: Wenn Ihre Planung von Dienstplänen und Qualifikationen bestimmt wird, wie in der Pflege, ist das Modul Ihrer Branchensoftware die bessere Wahl.
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Kein Telematiksystem: Keine Blackbox, kein OBD-Stecker, keine dauerhafte Hintergrund-Ortung.
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Keine reine Routing-API: xRouten ist eine fertige Anwendung für Disposition und Fahrer, kein Algorithmus zum Einbau in eigene Software.
Ist einer dieser Punkte ein Ausschlusskriterium, sparen Sie sich den Test. Wenn nicht, passt die Aufgabenteilung: Ihre Branchensoftware bleibt, xRouten ergänzt sie.
11. Wie starten Sie, ohne Ihre Branchensoftware anzufassen?
Sie brauchen für den Anfang weder eine Schnittstelle noch einen Termin mit Ihrem Softwarehersteller.
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Auftragsliste exportieren: Exportieren Sie die Aufträge eines normalen Tages als Excel oder CSV. Wichtig sind Adresse, Auftragsnummer, Zeitfenster und Hinweise für den Fahrer.
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Importieren und Spalten zuordnen: Ziehen Sie die Datei in xRouten. Legen Sie für Auftragsnummer und andere Felder eigene Spalten an, damit sie später im Export wieder auftauchen.
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Auf Fahrzeuge aufteilen und optimieren: Teilen Sie die Liste auf Ihre Fahrzeuge auf und optimieren Sie jede Route (Anleitung Routen aufteilen, Anleitung Route optimieren). Vergleichen Sie Kilometer und Fahrzeit mit Ihrem bisherigen Plan.
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Nachweisfelder festlegen: Definieren Sie, was am Stopp erfasst werden soll, etwa Foto, Unterschrift und Bemerkung.
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Einen Tag fahren: Lassen Sie zwei Fahrer einen Tag mit der App fahren und fragen Sie abends, was gefehlt hat.
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Rückweg testen: Exportieren Sie die Nachweise als Excel mit Auftragsnummer und spielen Sie zehn Datensätze testweise in Ihre Branchensoftware zurück.
Danach entscheiden Sie, ob der Import reicht oder ob eine Integration oder API ihn ersetzen soll. Anleitungen finden Sie unter xrouten.de/anleitung, Branchenbeispiele unter xrouten.de/branchen (etwa Lieferungen, Entsorgung und Winterdienst) und weitere Ratgeber im xRouten Blog.
12. Fazit: Ihre Branchensoftware bleibt, die Straße bekommt ein eigenes Werkzeug
Die Frage „Branchensoftware oder Tourenplanung?“ ist in den meisten Betrieben falsch gestellt. Die Branchensoftware ist der Ort, an dem Aufträge entstehen und abgerechnet werden. Die Tourenplanung ist der Ort, an dem aus einer Auftragsliste eine fahrbare Tour wird und aus jedem Stopp ein Beleg.
Wenn Ihr Disponent morgens Adressen in Google Maps sortiert und abends WhatsApp-Fotos zuordnet, fehlt Ihnen nicht eine bessere Branchensoftware. Es fehlt die Verbindung zwischen Büro und Straße. Die bauen Sie am einfachsten mit einer Excel-Datei auf und später, wenn es sich lohnt, mit einer Integration oder API.
Wer ein Fahrzeug mit festen Touren fährt oder als Pflegedienst nach Dienstplan plant, bleibt beim Modul seiner Branchensoftware. Auch das ist eine gute Entscheidung.
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Häufige Fragen zu Branchensoftware und Tourenplanung
Was ist der Unterschied zwischen Branchensoftware und ERP-Systemen?
Ein ERP-System verbindet Beschaffung, Vertrieb, Lager, Personal und Rechnungswesen eines Unternehmens über eine gemeinsame Datenbasis und ist zunächst branchenübergreifend gedacht. Branchensoftware ist auf die Abläufe einer bestimmten Branche zugeschnitten, etwa Handwerk, Pflege oder Entsorgung. Eine Branchensoftware kann ein ERP für eine Branche sein oder nur einen Teil davon abdecken.
Was ist ERP-Tourenplanung?
ERP-Tourenplanung bezeichnet entweder ein Tourenmodul im ERP oder eine eigenständige Tourenplanung, die an das ERP angebunden ist. Im zweiten Fall kommen Aufträge per Import, Integration oder API aus dem ERP, die Tourenplanung berechnet Reihenfolge und Fahrzeugzuordnung und meldet Status und Nachweise zurück. Abrechnung und Stammdaten bleiben im ERP.
Reicht das Tourenmodul meiner Branchensoftware?
Es reicht meist bei einem Fahrzeug, festen Touren, wenigen Stopps pro Tag oder zeitbasierter Planung wie im Pflegedienst. Eine eigene Tourenplanung lohnt sich, sobald mehrere Fahrzeuge täglich wechselnde Adressen anfahren, Zeitfenster und Mengen zählen oder Sie Nachweise pro Stopp brauchen.
Brauche ich eine Schnittstelle zwischen ERP und Tourenplanung?
Nicht zum Start. Fast jede Branchensoftware exportiert Aufträge als Excel- oder CSV-Datei, die Tourenplanung importiert sie. Eine Schnittstelle lohnt sich, wenn im Tagesverlauf viele Aufträge dazukommen oder Nachweise automatisch am Auftrag landen sollen. xRouten bietet dafür Integrationen mit Odoo, WooCommerce und Zapier sowie eine öffentlich dokumentierte API.
Kann ich mit einem Excel-Export aus meiner Branchensoftware starten?
Ja. Exportieren Sie die Aufträge eines Tages mit Adresse, Auftragsnummer und Hinweisen, ziehen Sie die Datei in xRouten und ordnen Sie die Spalten zu. Abweichende Spaltennamen hinterlegen Sie einmal in den Einstellungen, danach erkennt xRouten sie automatisch. MeinFrühstück24 plant so per CSV-Datei und braucht dafür nach eigenen Angaben 5 Minuten statt einer Stunde.
Wie kommen Fotos und Unterschriften zurück in die Branchensoftware?
Per Excel- oder PDF-Export oder per API. Für den Excel-Export wählen Sie in xRouten die Spalten selbst. Nehmen Sie die Auftragsnummer aus dem Import mit, damit Ihre Branchensoftware jede Zeile dem richtigen Auftrag zuordnet.
Ist eine eigene Tourenplanung für Pflegedienste sinnvoll?
Meist nicht. In der ambulanten Pflege hängen Touren an Dienstplan, Qualifikationen, Wunschzeiten und Leistungsabrechnung. Diese Daten liegen in der Pflegesoftware, die meist eine eigene Tourenplanung mitbringt. xRouten ist für ortsbasierte Disposition gebaut, etwa für Lieferungen, Entsorgung, Winterdienst und Service vor Ort.
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